Diese Übung ist total unspektakulär, wenn du sie nur kurz liest. Wenn du dir aber erlaubst, sie zu erleben – also körperlich zu durchfühlen – wird sie bahnbrechend!
Atme einmal tief durch. Lass den Atem langsam wieder ausströmen.
Wenn du magst, schließe für einen Moment die Augen.
Dann lies die folgenden Sätze ganz langsam.
Nicht wie Text – sondern wie Impulse.
Achte darauf, was in dir geschieht.
Was du fühlst.
Was dein Körper macht.
Ich bin jetzt hier.
Dieser Moment gehört mir alleine.
Ich nehme mir 3 Minuten Zeit.
Nur für mich.
Nur um anzukommen.
Spürst du eine kleine Veränderung?
Wie fühlt sich dein Körper gerade an?
Sind deine Gedanken noch genauso laut –
oder vielleicht ein kleines bisschen ruhiger?
„Ich habe gerade viele Dinge im Kopf.“
„Es gibt Aufgaben, die noch erledigt werden müssen.“
„Ein Teil von mir hat das Gefühl, keine Zeit zu haben.“
„Meine Gedanken springen von einem Thema zum nächsten.“
„Es fällt mir nicht immer leicht, einfach still zu werden.“
Halte kurz inne.
Wie fühlt es sich an, diese Sätze zu lesen?
Fühlt sich etwas davon vertraut an?
Ist das ein Zustand, den du aus deinem Alltag kennst?
„Nicht alles muss ich jetzt sofort lösen.“
„Ich darf mir einen Moment Zeit nehmen.“
„Ein kleiner Schritt reicht für den Anfang.“
„Meine Gedanken dürfen langsamer werden.“
„Ich kann für einen Augenblick einfach hier sein.“
Und wieder halte kurz inne.
Was verändert sich, wenn du diese Sätze liest?
Fühlt sich etwas leichter an?
Oder vielleicht einfach nur ein kleines bisschen weiter?
Bleib noch einen Moment bei dir.
Ohne etwas festzuhalten.
Einfach nur wahrnehmen, was da ist.
„Ich kann beeinflussen, wie ich diesen Moment erlebe.“
„Ich muss nicht jedem Gedanken folgen.“
„Ich darf wählen, worauf ich meine Aufmerksamkeit richte.“
„Ein Teil von mir ist bereits ruhig – auch wenn es nur ganz leise ist.“
„Ich kann mich für einen etwas klareren, ruhigeren Zustand öffnen.“
Was passiert, wenn du diese Sätze liest?
Fühlt sich etwas in dir stabiler an?
Oder vielleicht ein kleines bisschen klarer?
Vielleicht bemerkst du:
Der äußere Moment ist derselbe geblieben.
Und doch kann sich dein innerer Zustand verändern. Du musst nichts festhalten.
Nur wahrnehmen, dass diese Bewegung möglich ist.
Und vielleicht nimmst du genau das mit:
Dass du nicht nur reagierst.
Sondern dass in dir ein Raum ist,
in dem du wählen kannst, wie du dir selbst begegnest.

